Fatos stellt sich vor..........

 


Mein Name ist Fatos und ich bin 51 Jahre alt.
Nach meiner Schulzeit habe ich das Studium der Wirtschaftswissenschaft mit dem entsprechenden Abschluss beendet.
Für die Dauer von ca. 10 Jahren hatte ich danach für einige Holdings gearbeitet. Dadurch hatte ich, bis zum Jahre 1993,
ein sehr geordnetes und wirtschaftlich gesichertes Leben.

In diesem Jahr hat mir ein Freund einen kleinen Hund namens KLARK geschenkt und was soll ich sagen:
Er wurde meine große Liebe.

Von dem Tag an hat sich schlagartig mein komplettes Leben verändert, denn ich hatte plötzlich Augen für Dinge, die ich vorher zu übersehen schien. Klark zeigte mir, wie wertvoll Hunde sein können und seine Liebe war für mich stärker und größer als die Liebe, die ich bisher gefühlt hatte.
Durch unsere gegenseitige Liebe zueinander sah ich die Straßentiere mit viel feineren Gefühlen.
Ich erkannte, dass sie hungerten, krank waren, sich verstecken mussten, Angst hatten ,
gequält, gefoltert und getötet wurden und auch nicht geliebt wurden.
Und noch etwas erkannte ich: Es waren wir, die Menschen in meinem Land,
die für dieses schreckliche Leben verantwortlich waren und dass niemand sie zur Rechenschaft
für diese schlimmen Taten gezogen hat.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es Tierschutzorganisationen gab.
Ich begann also damit, diese hilflosen Wesen zu füttern. Im Jahre 1994, also vor ca. 16 Jahren,
war ich auf den Weg zur Arbeit, als ich neben einer Mülltonne einen Hund liegen sah.
Er versuchte vor den Menschen, die an ihm vorbeigingen, vergeblich zu flüchten.
Als ich näher kam erkannte ich, dass er an den Hinterbeinen blutete. In der Nähe war ein Supermarkt.
Ich frage also den Mitarbeiter, was denn mit dem Hund passiert sei. Er sagte, dass der Hund vor ca. 6 Stunden
von einem Lkw angefahren wurde. Kurzentschlossen packte ich den Hund in mein Auto
und fuhr mit ihm zum Tierarzt. Dort stellte man 3 Brüche an den beiden Hinterbeinen fest.
Der Hund wurde behandelt und ich pflegte ihn danach zunächst gesund.
Nach ca. 2,5 Monate habe ich für ihn sein erstes schönes Zuhause gefunden.

Von dem Tag an, als ich den Hund fand, haben mich Welpen ohne Mama, Räudehunde,
behinderte Hunde und Katzen gefunden, so als ob Gott den Tierchen den Weg zu mir zeigte,
oder als ob ich ein 3. Auge dafür hatte. Die Tiere und ich, wir fanden uns einfach immer.

In den vergangenen ca. 16 Jahren habe ich für ca. 3000 Tiere ein Zuhause gefunden.
Zum grössten Teil habe ich diesen Tieren (ca. 2600 davon) aus eigenen Mitteln geholfen.
Leider konnte ich nicht allen armen Tieren auf der Straße helfen. Dafür reichten meine finanziellen Mittel leider nicht aus.
Ich konnte aber auch nicht aufhören, zumindest einigen Tieren zu helfen.
Manchmal hatte ich sogar kein Brot mehr zu essen.
Doch es war dann so, dass auch meine Tiere von mir kein Essen mehr haben wollten.

Ich liebe diese Tiere mehr als mich selber und alles Andere.

Leider fingen die Menschen an, sich von mir abzukapseln. Dann verlor ich auch noch meinen Job.
Ausserdem bekam ich Probleme mit Behörden und Gesetzen, weil ich für die Straßentiere kämpfte
und nicht kampflos zusehen wollte, wie sie vergiftet wurden usw.
Da ich bis vor kurzem nie ein eigenes Haus hatte und immer nur zur Miete wohnte,
verlangten meine Vermieter immer schon nach kurzer Zeit, dass ich ausziehen sollte.

Meine Kinder (so nenne ich meine Tiere) und ich haben trotz alledem nie aufgegeben
und was ich kaum noch für möglich gehalten habe, ist nun doch noch geschehen.
Ich konnte zum Ende des Jahres 2010 endlich in mein 1. eigenes Haus ziehen,
wo nie wieder jemand zu uns sagen kann, dass wir ausziehen müssen.
Hier leben wir nun mit 38 "Personen" unendlich glücklich zusammen.

Meine Mission und Ziel ist es mit den Tieren zusammen zu leben und in meinem Umfeld Aufklärungsarbeit zu leisten, damit auch meine Mitmenschen unsere Strassentiere mit anderen Augen sehen und ihnen nichts mehr tun. Ausserdem ist es mein Ziel Kastrationsprojekte ins Leben zu rufen, damit die Zahl der Straßentiere sich in naher Zukunft verringern wird.


Die Tiere und ich schulden KLARK sehr viel. Als er in mein Leben trat, veränderte sich DAS total.
Er hat mir die Liebe zu den Tieren gezeigt und dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

Auch wenn mein Weg seit dem Jahre 1993 nicht immer einfach war, ich würde mich immer                                       wieder für meine Tiere entscheiden                                                                 
Ich bin mir sicher dass Klark - meine Tiere und mich - vom Himmel aus in unserem Haus sehen kann.

Liebe Grüsse Fatos        

 

                                                                                   

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