Berichte über den Besuch in Türkans Waldtierheim
| Wir waren vor Ort und wollen helfen - es wird eine Lebensaufgabe werden -
für einen kleinen Verein, wie wir es sind......
Wir, eine Truppe von 5 Mädels haben uns aufgemacht, Türkan und ihr Tierheim in Ortarca/Dalaman zu besuchen und sie zu unterstützen. Angekommen in Izmir wurden wir von Türkan und dem Fahrer des Bürgermeisters abgeholt und konnten ohne Probleme den Zoll passieren, mit unendlich viel Gepäck

und einem frisch aufgesammelten Wuffel, den Türkan angefahren auf dem Weg zum Airport fand.
Wir hatten ihn Izmir getauft und werden für seine Knie-OP aufkommen.
Der liebevolle Wuffel wird unser Türkei-Maskottchen werden.
Mitten in der Nacht angekommen, empfingen uns unzählige Hundestimmen,
die ganzen Ausmaße
sollten wir aber erst am nächsten Tag bei Licht sehen...
Ca 400 Tiere leben dort. Sie sind in 4 Gehegen untergebracht, die zum Teil bis zu 10.000 qm gross sind.
Türkan versorgt diese Tiere alleine mit nur EINEM Arbeiter.
Es ist eine schier unüberwindbare Herausforderung für die Zwei.
Das grösste Gehege MUSS unbedingt geteilt werden.
Dort kämpfen über 150 Hunde (Alte, Behinderte, Kleine und Grosse wie Pitts, Staffs, Dobermänner) um Futter.
Die natürlichen Verlierer sind immer die Schwächeren, die von einem halben Mäulchen
voll pro Tag leben müssen weil es einfach nicht reicht!!!


Viele der Hunde sind schwach, mit Beisswunden vom täglichen Futterkampf markiert

Das Hotelfutter kann nicht länger verwendet werden (Fisch, Brot, Eierschalen, Fruchtabfälle),
es sind über 40
Hunde daran gestorben, weil es gärt.
Eine lange Unterhaltung mit einem sehr tierlieben und wirklich guten Tierarzt, Dr. Göksel Bayramli, der die Wuffs obduzierte, hat das erschreckende Ergebnis gebracht
Wir haben geimpft, gechipt, entwurmt und med. versorgt mit Hilfe von Dr. Bayramli und werden in 2 Wochen noch einmal zum nachimpfen dorthin fliegen.
Es war unendlich wichtig, all die vielen Hunde und Katzen dort zu versorgen, die nur eine Tollwutimpfung hatten.
Es sollte den Grundstock legen zu einem gesunden Kern Tierchen.
Allen, die mitgeholfen haben, diese RIESIGE Impfaktion zu ermöglichen hier noch einmal herzlichen DANK!!!!

Die erstgeimpften und entwurmten Fellnasen wurden markiert, damit keine Verwechslungen passieren und um sicher zu gehen, dass wir auch ALLE Wuffs in einem Gehege erwischt hatten.

Dr. Bayramli wird Türkan und ihr Tierheim einmal wöchtenlich besuchen und die Tiere dort behandeln.
Dies wollen wir finanzieren, weil es mehr als dringend notwendig ist.
Pro Besuch mit einfacher Anfahrt von 50km kostet der TA 100€.
Bisher hatte der TA bereits 2 Beinchen amputiert, Biopsien durchgeführt und vielen Wuffs und Miezen geholfen.

Derzeit sind ca 40 Milchwelpis bei Türkan, 370 - 380 ausgewachsene Hunde
und 30 - 40 Kitten,
die im Vorgarten leben weil es noch KEIN Katzenhaus gibt, dass bitterlich benötigt wird.
Als wir abgeflogen sind, war das der letzte Rest an anständigem Futter für ALLE TIERE
Dies genügt nicht einmal für 5 Tage.......

Anbei noch einige "Impressionen" von den Hunden, die wir in den 4 Tagen begraben mussten.

Nach all diesen Eindrücken, die uns NIE MEHR loslassen werden bitten wir nun im Namen dieser unendlich vielen Fellnasen: HELFT!!!!
Wir brauchen nur für die Grundversorgung dort mehr als DRINGEND Futterpaten
(es gibt eine türk. Firma bei der wir monatlich bestellen können - sie beliefern Türkan dann ),
Paten für den Bau von Hütten - es regnet seit 1 Woche ununterbrochen und ist kalt,
ein Todesurteil für die Kranken und Schwachen
sowie Welpen- und Kittenmilchpulver
und ALLE Unterstützung, die ein soooo riesiges Projekt überhaupt bekommen kann.....
Türkan kämpft gegen Windmühlen, bitte helft ALLE mit, damit sie diesen Kampf NICHT VERLIERT!!!
Bei unserem Besuch kam zum allerersten Mal auch der Gouverneur von Mugla, Mr. Fatih Sahin zu Besuch
(klar - wir alle in Gummistiefel und Dreckklamotten) und hat versprochen, zu helfen.
Wir hoffen, dass er sein Versprechen einlösen wird!!!

Auch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden wie Ortarca, Dalaman und Köycegir haben Hilfe zugesagt,
die bis jetzt leider noch nicht eingetroffen ist.
Mr. Hasan Karacelik und seine rechte Hand Serif Kundakci hatten uns mehr als freundlich empfangen,
unsere langen Transfers von Izmir nach Ortarca geregelt und sich samt Gouverneur mehr als herzlich für die Hilfestellung bedankt.
Der Kaymakam von Ortarca, Mr. Mustafa Gurdel, war hilfsbereit bei der Deklaration der Impfstoffe und Mikrochips - noch nie vorher wurden wir in einem Land mit soviel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft empfangen.
Natürlich hoffen wir, dass dies ein winziger Schritt in die Zukunft sein wird.
Über die Presse konnten wir Aufklärungsarbeit über Tasso und die Verwendung von Mikrochips leisten - bis Dato im Dalaman noch unbekannt.
Unser inniger DANK gilt den 4 unerschrockenen Mädels Helga, Mandy, Gaby und Maren, die jede Minute unterstützend und helfend Hand anlegten, keine Unannehmlichkeiten gescheut hatten und im November wieder mit dabei sein werden.
Mit der schmerzenden Fellnasenbitte die vielen Tiere nicht am Hungertot sterben zu lassen und zu helfen,
dass es dort besser wird
schicke ich herzliche Wuffwuffs und Miaus
Birgitta |
Besuchsbericht Türkan 4. – 8.11.2010
Nur 4 Wochen, nachdem unser letzter Hilfstrupp bei Türkan in Dalaman vor Ort war, startete am 4.11.2010 die nächste 4-köpfige Truppe. Mit dabei – bewährt und erprobt vom letzten Mal – Maren und Mandy, dazu Max (ein Mitarbeiter aus dem Tierheim Schongau) und Petra (schon eine „alte“ Bekannte von Türkan).
Mit 6 Koffern, voll mit Hilfsgütern und einigen Hundeboxen wurden wir, wie gewohnt, von Sunexpress äußerst zuvorkommend bedient. Es wäre schön, wenn sich andere Fluglinien hier ein Beispiel nehmen würden .
Außer bei Sunexpress ist die kostenlose Mitnahme von viel (sehr viel) Übergepäck nicht möglich.
Egal wie notwendig die Sachen in den Tierheimen vor Ort gebraucht werden.
In Izmir angekommen, stand bereits ein Bus für uns bereit.
Der Bürgermeister von Ortaca, Mr. Hasan Karacelik hat sich, wie bereits beim letzten Besuch um uns gekümmert.
Nicht nur um den Transfer, auch die Unterbringung im Hotel und mehrere Abendessen wurden von ihm finanziert.
Hierfür sind wir ihm mehr als dankbar – die zuständige Gemeinde wäre eigentlich Dalaman und deren Bürgermeister!
Kurz vor 22 Uhr kamen wir bei Türkan im Wald an, natürlich leider im Dunkeln, aber dafür mit viel Gebell empfangen.
Am nächsten Tag ging es frühmorgens los, mit der Durchführung der zweiten Impfaktion.
Nachdem vor 4 Wochen alle „Kunden“ mit einem roten Farbklecks markiert wurden (er hat auch durch die schweren Regenfälle seine Leuchtkraft nicht verloren), wählten wir zur nun zweiten Impfung die Farbe blau, bzw. für die Neuzugänge (die Tag für Tag kommen), die Farbe grün. Anders ist es uns nicht möglich zu erkennen, wer geimpft ist oder nicht.
Am Nachmittag stand ein Besuch beim Gouverneur im 110 km entfernten Mugla an. Einer von uns fuhr mit Türkan dorthin.
Leider war nur wenig Zeit, aber zumindest eine verbindliche Zusage wurde vom Gouverneur, Mr. Fatih Sahin getroffen. Nach den nun kommenden Feiertagen soll noch Ende November eine Kastrationsaktion mit den zuständigen Amtstierärzten der Gemeinde Dalaman durchgeführt werden. Dieser Auftrag wurde während unserer Anwesenheit an die Amtstierärzte weitergegeben und wir hoffen, dass in dem bestimmten Zeitraum viele Tiere kastriert werden können .
Auf dem Heimweg das übliche…… unweit des Gouverneurssitzes fanden wir einen Kater mit zerstörtem linken Auge.
Da wir bei Nichtbehandlung eine Infektion befürchteten, wurde er mitgenommen. Auf der Hälfte der Strecke bemerkten wir, in unbewohntem Berggebiet, einen sicher ausgesetzten Rüden, der völlig verängstigt neben der Straße stand.
Ein großes Tier, das sich in seiner Angst äußerst aggressiv gegen unsere Fangversuche zur Wehr setzte und gleichzeitig vor Angst ständig Wasser lies. Was hat man ihm nur wieder angetan?
Irgendwann war es geschafft, der Rüde eingefangen, Türkans leichte Bissverletzung verarztet und weiter ging es.
Kurz vor unserem Ziel wurden wir dann in einem Wohngebiet auf einen ca. 13-jährigen Jungen aufmerksam, der eine Hündin an einen Baum gebunden hatte und mit einem Holzstock auf sie einschlug.
Gerne hätte ich ihm die gleiche Lektion erteilt – aber Türkan brachte ihn auch verbal zum schweigen.
Die Hündin, die gar nicht seine war, die niemandem gehört, haben wir auch noch mitgenommen.
Eigentlich hätte es „nur“ ein Besuch beim Gouverneur sein sollen. Währenddessen war der Rest unserer Truppe fleißig weiter am Impfen und…………….Füttern der vielen Welpen.
Etliche hochschwangere Hündinnen wurden wieder bei Türkan abgegeben, bzw. nachts dort ausgesetzt.
Die meisten der Mami's sind fürchterlich schwach und ihre Welpen krank.
Trotz aller Bemühungen, mit Welpenmilch, Aufbaupräparaten, Antibiotika und Hustensaft (die Kleinen husten sich nach den vergangenen kalten und nassen Tagen die Lunge aus dem Leib), müssen wir jeden Tag tote Welpen von ihren Müttern nehmen, bzw. sie einschläfern.
Viele Hunde laufen mit Kopfverletzungen rum. Es sind diejenigen, die als Freigänger vor Türkans Gelände leben.
Allesamt liebenswert und vertrauensvoll. Doch die Waldstraße an Türkans Gelände vorbei wird auch von Arbeitern benutzt,
die mit PKW oder Moped entlangfahren. Sei es aus Hass, Angst oder auch Freude (!)…..immer wieder wird einem Hund dabei mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf geschlagen, die Verletzungen sehen oft grauenvoll aus.
Was uns gleich am ersten Tag auch aufgefallen ist – alle Tiere haben massiven Durchfall.
Hatten wir uns noch wenige Tage nach dem letzten Aufenthalt bei Türkan gefreut, dass der zuständige Bürgermeister von Dalaman endlich seiner Verpflichtung nachgekommen ist und Futter geschickt hat, wurden wir nun eines besseren belehrt! Das Futter (mehrere hundert Säcke) ist schlecht! Teilweise schon deutlich grau-grün,
aber auch die farblich unauffälligen Futterbrocken sind (wir haben es selber probiert) absolut bitter .
Kein Vergleich zu dem Futter, was eine befreundete Tierschützerin in großer Menge zu Türkan liefern ließ. Die Enttäuschung von uns und Verzweiflung ist groß! Wie sollen die Tiere durch den Winter kommen, wenn versprochenes Futter ungenießbar ist. Der Bürgermeister und auch die Futtermittelfirma wurden informiert – wir hoffen sehr, dass das verdorbene Futter abgeholt umgetauscht wird. Wie viel besser wäre es um die Tiere bestellt, wenn das Tierheim auf dem Boden von Ortaca stehen würde, aber leider ist es direkt an der Grenze und gehört zur Gemeinde Dalaman. Während sich der nichtzuständige Bürgermeister um Türkan und ihre Tiere bemüht, so weit er kann, kommen von der zuständigen Seite leider mehr Probleme (siehe Futter) als wirkliche Hilfe.
Momentan hoffen wir auf das zweite Versprechen von Dalaman, d.h. dass Hundehütten gebaut werden sollen. Angeblich ist die Fertigstellung von immerhin 50 Hundehütten für diese Woche geplant. Wir können nur beten, dass das Resultat positiv ausfällt.
Am zweiten Tag wurde weitergeimpft. Zudem reiste eine befreundete Tierschützerin aus Kusadasi an (vielen Dank Angelika, dass Du die 300 km einfache Strecke für uns und die Tiere in Kauf genommen hast) und zudem war unser neue Tierarzt Dr. Göksel Bayramli für einige Operationen und Notfälle vor Ort. Während sich unser 4-Mann-Trupp weiter um impfen, Welpen und die minimalste medizinische Versorgung der Tiere bemühte, assistierte Angelika dem Tierarzt. Dem Kater mit der Augenverletzung wurde die leere Augenhöhle gesäubert und zugenäht und der Kater auch gleich kastriert. 2 Hunde mit schlimmen Beinverletzungen wurden operiert. Eine sehr kranke Katze untersucht, der befürchtete FIV-Test fiel zum Glück negativ aus. Nun steht ihr allerdings (nach Anschlagen des Antibiotikas) eine recht umfangreiche Zahnbehandlung bevor. Eine fürchterlich aussehende Hündin wurde eingeschläfert. Das arme Tier hatte am ganzen Körper eitrige Wunden. Löcher, die sich scheinbar von alleine bildeten, sogar an den Pfotenballen. Sie war völlig dehydriert und anämisch. Das Einschläfern viel uns schwer, eine so liebe kleine Maus, die einfach nur still saß, die letzten Streicheinheiten genoss, während uns allen die Tränen übers Gesicht liefen. Wie viele Male während dieser Tage!
Die beim letzten Mal noch unfertige Quarantänestation hat nun ihr Dach drauf und ist…….voll belegt.
Unter Rotlichtlampen, die unsere Helfer das letzte Mal mitgebracht haben, liegen viele Mütter mit ihren Welpen. Wie viele überleben werden, ist trotzdem ungewiss. Die große Anzahl der Tiere ist mit nur 2 Leuten (Türkan und ihrem Helfer)
einfach nicht zu bewältigen. Die von der Gemeinde versprochene Hilfe von zusätzlichen Mitarbeitern blieb bis jetzt aus.
So breiten sich schlimmer Durchfall (Giardien) und Zwingerhusten immer wieder aus und schaffen die Schwächsten und Kleinsten. Doch trotz dieser Rückschläge und dem vielen Elend muss einfach gesagt werden, dass seit dem letzten Besuch von Türkan vieles umgesetzt und verbessert wurde. Die damals mitgebrachten Vitaminpräparate werden großzügig verteilt, für viele entkräftete Hunde das wichtigste Mittel überhaupt.
Die Katzen wurden von Türkan und ihrem Helfer nach unserem letzen Aufenthalt geimpft, so dass nun von uns die Nachimpfung erfolgen konnte. Zwar ist noch kein eigenes Katzenhaus entstanden (auch hier fehlen die Mittel),
doch sind alle Katzen Freigänger und halten sich nun vorwiegend im fast hundefreien Vorgarten vor Türkans Häuschen oder in dem Raum auf, wo das Futter gelagert wird. Viele Körbe oder einfach Kartons mit Decken bieten ausreichend Platz für die Stubentiger. Trotzdem möchten wir ihnen, sobald es unsere Finanzen zulassen, auch einen gemütlichen Platz schaffen,
wo sie spielen, toben oder einfach nur ihre Ruhe haben können. Am letzten Tag (Sonntag) wurden die letzten Hunde und eben auch alle Katzen nachgeimpft.
Nebenbei noch 6 Kater kastriert, wiederum tote Welpen begraben, 3 weitere Hunde eingeschläfert und als Krönung kam noch ein Autofahrer auf dieser Waldstraße daher, der, nachdem einer der Hunde nur relativ langsam die Straße verließ, Gas gab und mit einem Lachen im Gesicht, über die Hinterbeine des Tieres fuhr. Mandy war Zeugin des Vorfalls, beachtete leider aufgrund des schreienden Hundes nicht mehr das Kennzeichen des PKW's. Nun wünschen wir dem Fahrer einfach nur, dass er das bekommt, was er verdient. Der Hund schien Glück gehabt zu haben, da ihn die Reifen in einem Matschloch überrollten, so dass er nur wenig abbekam. Er bekam sofort hochdosiert Schmerzmittel, obwohl kein Bruch sichtbar war – wir hoffen, dass er auch keine inneren Verletzungen erlitten hat. Das war der unschöne Abschluss unseres letzten Arbeitstages bei Türkan.
Bei einem Abschiedsabendessen mit dem Bürgermeister von Ortaca und dessen Gehilfen klang der letzte Abend aus. Mit dem Bewusstsein, dass wir wieder vieles erreicht haben, aber noch nahezu Unerreichbares vor uns liegt.
Nur mit viel Unterstützung kann es uns gelingen, das Überleben der Tiere zu sichern. Bis die langsam mahlenden Mühlen der zuständigen Personen und Bezirke greifen wird es noch lange dauern. Zu lange!
Die letzte Nacht verbrachte einer von uns im Wald bei Türkan. Um 2 Uhr nachts wurden 3 ausreisefertige Hunde vorbereitet. D.h. für die lange Fahrt zum Flughafen und anschließendem Flug leicht sediert, mit vielen Decken in ihre Flugboxen gelegt und um 3.30 Uhr ging es – wiederum mit einem Fahrer des Bürgermeisters von Ortaca – die knapp 300 km nach Izmir. Auch dort wieder ein dickes Lob an Sunexpress. Wir wurden mit unseren Hunden mehr als höflich eingecheckt, absolut freundlichen behandelt und flogen mit diesem guten Gefühl nach Hause, wo uns nach dem Landen 3 relaxte Hundenasen begrüßt haben.
Willkommen im neuen Leben ihr 3 – auf dass noch viele das gleiche Glück haben werden und für die restlichen ein besseres Leben geschaffen werden kann!!!! Geldspenden sind natürlich das für uns, bzw. für die Tiere, wichtigste Hilfsmittel überhaupt! Aber auch nach diesem Besuch können wir wieder einige Dinge nennen, die nach wie vor dringend gebraucht werden (alles an OP-Material, Medikamente für Wuffel und Miau aller Art, ein Sterilisator, hochwertige Verbandsmaterialien, Vitamine, Welpen- sowie Kittenmilchpulver, Mikrochips). Auch sind wir über jede Hundebox (Flugbox) und jedes gut erhaltene Hunde- und Katzenkörbchen froh. Die Flugboxen werden von unseren Fellnasen gerne als „Wohnhaus“ benützt. Bei Regen und kaltem Wind besser als gar keine Hütte. Und in den Körbchen kuscheln sich die Hunde und Katzen gleichermaßen und auch gemeinsam gerne hinein. Ein kleines bisschen Glück und Geborgenheit in ihrer rauen Welt.
Petra Trojahn |
| Das unbeschreibliche türkische Elend!!!
Unsere Impfaktion ist abgeschlossen, wir waren das 2. Mal vor Ort in Türkans Waldtierheim in Ortarca/Dalaman.
Alle über 400 Hunde sowie ca 70 Katzen sind das 2. Mal geimpft, die Kater wurden alle kastriert.

Waren Spritzen und Nadeln das letzte Mal noch Mangelware, so konnten wir dieses Mal einen Vorrat mitbringen, der hoffentlich die nächsten Wochen anhält. Türkan hatte vor 2 Monaten nicht einmal eine Spritze, um einen Hund einzuschläfern.
Was wir dringend brauchen
Die Kastration der Kätzinnen ist für Januar angelegt und wird dann auch durchgeführt werden.
Derzeit sind über 60 Milchwelpen vor Ort, zum Teil ohne Mamis - sie benötigen dringend Welpenmilchpulver um leben zu dürfen. Mit Stagloban und Felliserin haben wir die kleinen Wuffs und Miaus behandelt.

 Unzählige Notfellchen haben auch diese Tage gebracht - manchmal möchte man weinend davon laufen

Viele Tiere sind unterernährt, weil die Gemeinden ihre Versprechen nicht einhalten - BITTE HELFT den armen Wesen mit Futterpatenschaften


Der Dalaman wird im Winter nicht angeflogen - wir können uns also nicht mit Flugpaten helfen. Die wöchtentlichen TA-Besuche sind dringend notwendig, verschlingen aber grosse Summen. Türkans letzter tapferer Helfer verlässt sie,
der dauernde 24-Stunden-Job ist für ihn nicht mehr zu ertragen. Woher das Geld für neue Hilfskräfte kommen soll, lässt uns verzweifeln weil wir noch keine Lösung dafür haben.
Lasst uns für eine Minute innehalten und derer gedenken, die in den letzten Tagen gehen mussten, weil wir nicht in der Lage waren, genug Hilfe zu schicken
   
Der nächste Einsatz ist für Ende Dezember geplant, im Januar wollen wir mit Tierärzten für ca 2 Wochen vor Ort. Immer noch werden für den nasskalten Winter Futter, Hundehütten, ein Katzenhaus sowie alles an Zubehör für die Tiere und den Behandlungsraum gebraucht. |
| Bericht unserer Praktikantin Susanne
Ankunft in Izmir. Ein Freund von Türkan hat sich bereit erklärt mich
am Flughafen zu empfangen
und sicher zum Busbahnhof zu bringen -
wofür ich sehr dankbar bin.
Von dort aus fuhr ich vier Stunden mit dem Bus bis ich in Ortaca
ankam, wo der Bruder von Türkan
schon auf mich gewartet hatte.
Er
brachte mich dann zu der Schwester, wo ich - weil es so spät war - übernachtete.
Auch da nochmal danke für die Organisation.
Am nächsten
morgen dann Ankunft bei Türkan im Waldtierheim.
Schock.... so viel
Hunde - die vor Freude lauthals durcheinander bellen -
hatte ich vorher
noch nie erlebt.
Die ersten Tage im Waldtierheim verliefen turbulent, ich habe gesehen
wie sich Hunde vor Hunger tod gebissen haben , weil zu viele
verschiedene Hunde (groß und klein) in einem Gehege leben.
Es sterben
jeden Tag Tiere , das ist eins der wichtigsten Probleme hier.
Da hier
so viele Tiere sind ist das Futter Mangelware. Für die kranken und
schwachen Tiere wird zusätzlich in einem riesigen Topf, alle zwei Tage
gekocht. Das ist notwendig damit sie nicht verhungern.
Das zweite riesige Problem was hier ist, ist das fehlende Katzenhaus,
denn dadurch, daß die Katzen im Vorgarten leben, sind sie der Gefahr der
Hunde ausgesetzt die sie töten.
Das habe ich schmerzlich miterleben
müssen wie ein Hund eine Katze tötet.
Echt furchtbar, da wir nicht
rechtzeitig eingreifen konnten.
Gestern sind zwei Hunde gekommen die einfach beim Tierarzt abgegeben
wurden und nicht wieder abgeholt worden sind. Diesen zwei Hunden
musste jeweils ein beim amputiert werden.
Jeden Tag werden es mehr Tiere die unsere Hilfe brauchen.
Heute sind die letzten Hütten fertig geworden. Gott sei dank wir haben
jeden Tag gebetet das es nicht regnet.
Ich ziehe meinen Hut und habe unendlich viel Respekt vor Türkan und
Devlet, wie sie es jeden Tag schaffen das alles zu bewältigen.
Susanne
Sogar ein Geburtstag konnte schon bei Türkan gefeiert werden.
Das Geburtstagskind - Susanne...
.JPG)
...und ihre Gäste
.JPG)
|
|