Von verschiedenen Seiten werden immer wieder Vorwürfe laut, das wir in Hurghada nicht genügend geholfen haben und Versprechungen von uns nicht eingelöst wurden.
Das können wir jetzt einfach nicht mehr so hinnehmen.
Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen zu veröffentlichen,
was wir alleine im Jahr 2010 dort gemacht haben.
(wir wollten dem BlueMoon Animal Center nicht schaden und haben es bisher vermieden - nun geht es nicht anders)
Bargeldspenden gegen Unterschrift von Monique Carrera -
überbracht von mir selbst und von verschiedenen Flugpaten.
Am 09.01.2010 - 8000€
Am 08.02.2010 - 5000€
Am 25.02.2010 - 2000€
Am 22.02.2010 - 2000€
Am 26.05.2010 - 1150€
Am 31.05.2010 - 450€
Am 10.09.2010 - 500€ |
Die Shedwanaktion haben wir wie folgt finanziert:
Einsätze eines Tierarztes mit TA-Assistentin auf seine eigenen Kosten, inkl. Sponsoring aller Narkosemittel und Medikamente für die Kastration der Eselchen, Hunde und Katzen, 2 Wochen im Januar 2010
Einsatz 2 TA-Assistentinnen sowie 2 Hilfen beim Fangen der Shedwankatzen,
Kastration, kompl. med. Versorgung
(alle Impfstoffe, Mikrochips, Narkosemittel, Schmerzmittel, Nahtmaterial etc etc.)
150 Mikrochips - Spende ETN
Flug-/Hotelkosten TA-Ass. - 1520€
Medikamentenrechnung Februar 2010:
01.02. 2010
12x Tetanus-Impfstoff für Esel, 50ml Tetanus-Serum WDT, 100x Felocell CVR Katzencocktail, 50x Nobivac Tollwut, 10x10ml Ketamin
12.02.2010
600x Nobivac Tollwut, 600x Felocell CVR Katzencocktail, 1 Eselkastrationszange,
16.02.2010
200x Felocell CVR und 200x Nobivac Tollwut von Frau Renate Eisenecker, Wien Die Kosten hierfür liegen bei 6500€.
Die Impfstoffe müssen noch mindestens für 1 Jahr genügen. Die 170 Shedwan-Katzen konnten diese Menge nicht verbrauchen! Die Impfstoffe von Frau Eisenecker wurden durch Vermittlungsgebühren abgedeckt - dies war KEINE Spende! |
Moni wollte für ihr Tierheim einen grösseren Stromgenerator, den sie von einem
guten Freund von mir gekauft hatte.
Dieser Generator wurde auch geliefert - lt. Moni läge das Geld dafür bereits in der Schweiz. Die ersten 5000€ (7000€ Gesamtsumme) kamen auch nach mehrmaligen Nachfragens.
Der dazu benötigte Verteilerkasten wurden von uns bezahlt mit 416€, die Einfuhrsteuer nach Ägypten wurde von uns getragen mit 400€ und nachdem die Restzahlung von 2000€ nicht geleistet wurde, haben wir diese im Juli 2010 auch noch bezahlt.
Dieses Gerät steht nun unbenutzt (weil es zuviel Diesel verbraucht) im Tierheim.
Verkauft könnte es 10.000€ und mehr bringen, dass wäre unendlich viel Futter
und kein Tier müsste hungern!
Bezahlte Titertests an die Uni-Giessen für die Shedwan-Katzen,
sowie div. Hunde vom BlueMoon Animal Center:
April 2010: 3509,23 €
Mai 2010: 816,80€
Dezember 2010: 1996,63 € |
September 2010:
20x Hundecocktail- 7-fach Impfstoff, 2.5l Panacur, Bactisel 4x, 30ml Ketamin 220€
Die vielen Tierarztrechnungen der Pflegekatzen, die bereits in D sind, die knapp 2000kg Charitygepäck etc etc sind hier nicht aufgeführt und würden ins Unendliche gehen.
Im Juli 2010 hatten wir es noch geschafft, ein relativ neues und riesiges Ultraschallgerät mit 3 Sonden sowie ein nagelneues Chip-Lesegerät (gesponsert von Tasso im Wert von 500€) mit Flugpaten zu schicken.
Wir haben bis September 2010 weit über 70 Katzen nach D geholt. Es wären mehr gewesen, hätte Moni auch nur ein einziges Foto geschickt. Seit Ende März 2010 hatten Sonja Könnecke, Mitvorsitzende unseres e.V.´s sowie Regine Hoffmann, Mitglied - sie macht die Einstellungen der Vermittlungstiere in div. Foren sowie ich selbst dauernd nachgefragt und um Fotos gebeten. Viele Menschen wollten den Shedwan-Katzen helfen - nur ohne Bilder? Die Antwort von Moni war stets die gleiche: "keine Zeit, später, jetzt nicht". Wir bekamen gar keine Infos mehr - weder über das Tierheim noch zu den Katzen.
Ende Mai musste ich mich dann von Spendern angreifen lassen wo denn die 170 Katzen wären. Auch auf der HP von Moni waren bis JULI ca 50 Minikatzenbilder zu sehen, sonst nichts.
Keine Beschreibung, keine Erklärung - wir wurden unglaubwürdig.
Aus Ägypten kam keine Antwort dazu. Wie bitte soll man dann vermitteln können?
Wie soll man Spender bekommen?
Die ersten aussagefähigen Katzenfotos kamen von unserer September-Gruppe.
Heike K. hatte sie gemacht.
Nachdem im September nicht nur Heike sondern auch 3 Mitglieder der Aktion Winterhilfe e.V.
wieder mit vor Ort waren, voller Entsetzen den Zustand der Tiere sehen mussten und auch nach vielem Reden und Fragen keine Einigung mehr erzielt werden konnte,
haben wir alle mit Schmerz im Herzen den Entschluss gefasst, dort nicht mehr helfen zu können.
Wenn keine Bereitschaft auf einer Seite gegeben wird, dann kann die andere Seite nichts tun.
Sämtliche aufgeführten Bestandteile können jederzeit buchhalterisch belegt werden! Wir sind in Deutschland finanzamtspflichtig und müssen eine korrekte Buchhaltung führen! Es gibt viele Menschen, die immer bemüht waren, dort zu helfen. Es war meine Lebensaufgabe. Nur ohne Infos und Material sind jedem die Hände gebunden. Die o.a. Aufstellung zeigt aber sicherlich, dass wir als kleiner Verein nicht mehr hätten leisten können!
Über uns sind heuer insgesamt weit mehr als 30.000€ an Zalungen, Bargeld etc etc an das BlueMoon Animal Center gegangen. Was bitte hätte ich noch versprechen können, daß wir nicht gehalten haben?
Erst letzte Woche berichtete eine Flugpatin, dass die Esel besser aussahen als sie von der Strasse kamen als jetzt. Was bleibt mir da noch zu sagen? Trauer um ein ursprünglich tolles Projekt, das irgendwie aus den Fugen geglitten ist und uns keine Chance liess, weil eine friedliche Kommunikation mit allen Mitreisenden (nicht nur mit mir) einfach nicht möglich war.
Trotz allem frage ich mich aber, warum die Tiere hungern?
Die 20.000€ Bargeld die wir geschickt hatten (nachweislich!!!) müssten für 2 Jahre Futter für alle Tiere genügen. Nicht nur für Katzen und Eselchen!
Die ägypt. Preise sind mir mehr als gut bekannt.
Diese Erfahrung hat uns alle schwer getroffen – die Vorwürfe die jetzt permanent laut werden haben uns veranlasst offen zu legen, was wir mit Hilfe der Spender erbracht haben.
Die Anschuldigungen, für die groß angelegte Rettungsaktion der Tiere Versprechungen gemacht zu haben,
die nicht eingehalten wurden, haben nicht nur uns sondern auch alle Menschen,
die seit Jahren mitgeholfen haben zutiefst verletzt.
17.12.10 Birgitta Oberting
|