Unser Bericht über die gelungene Kastra- und Impfaktion bei Basri, dem Mann alleine im Wald mit seinen Hunden...... Er hat unser Herz berührt!
Basri lebt mit seinem Hunderudel alleine auf einer Anhöhe im Wald. Die Anlage wurde vor vielen Jahren aufgegeben, weil der Grundwasserspiegel zu weit gesunken war. Basri hat kein Frischwasser (ein kleiner Tankwagen, der unregelmässig aufgefüllt wird, dient als Wasserspender).
Strom? Naja.... Den ganzen langen Weg den Berg hinauf führt ein x-Mal geflicktes Kabel, dass manchmal Strom liefert, manchmal (meistens) aber auch nicht.
Auf dieses einsame Fleckchen zog der 75-jährige Mann sich zurück, um sich um die Hunde kümmern zu können.
Es ist ein tolles Rudel mit geklärter Rangordnung und einem Sozialverhalten, dass die allermeisten Haushunde schon lange verloren haben.
Basri sitzt stundenlang bei seinen Tieren, zupft Zecken und strahlt dabei eine Ruhe und Liebe aus,
wie ich sie vorher kaum erlebt habe.
Er lebt von 50€ Armenrente monatlich in dieser absolut bescheidenen Behausung.
Davon gibt er noch Geld für altes Brot aus, um die Tiere mühsam zu ernähren.
In seinem hohen Alter trägt er alles zu Fuss den Berg hinauf.
Bei ihm durften wir beginnen, unter schwierigen Bedinungen zu kastrieren
und gegen Tollwut zu impfen (Bilder von der Kastration)
...und bei Fatos Weiter ging es am nächsten Tag bei Fatos. Die von ihr liebevoll umsorgten Wuffels und Miezen
begrüssten uns freudig und wollten alle gleichzeitig auf den Arm.
27 Welpen umsprangen uns ungestüm, ein schönes Bild
Auch hier musste kastriert und geimpft werden, aber unter wesentlich besseren Bedingungen. (Bilder)
Wir haben 80% geschafft von dem, was wir uns vorgenommen haben
(3 hochträchtige Hündinnen bei Basri konnten jetzt nicht mehr kastriert werden und die 2 Leitrüden wollten weder uns
noch ihr Herrchen an sich heran lassen als sie merkten, was die Stunde geschlagen hatte).
ALLEN, die dafür gespendet und mitgeholfen haben unseren allerherzlichsten DANK!
Wir wollen diese Aktion im Herbst wiederholen, um wirklich alle Tiere dann kastriert zu haben.
Aus der jetztigen Erfahrung wissen wir, dass dann wohl die Narkosepistole von TA Sefa den Weg nach Izmir antreten wird.
Natürlich sind wir nicht gegangen, ohne 80kg Futter sowie einen übervollen Kühlschrank und eine kleine Unterstützung für Basri da zu lassen, sowie die Tiere von Fatos für die nächsten 2 Monate zu versorgen!

Unser Herzenswunsch wäre es, 15 Futterpaten für das Hunderudel von Basri (ca 30 Hunde ohne Welpis) zu finden die bereit sind, monatlich einen 15kg-Sack zu spenden (kostet 15€).
Damit könnten wir dort enorm viel helfen und es tut wirklich bitter NOT!
Unsere Fatos bräuchte dringend 2 Abtrennungen im Hinterhof, um alle Hundis nach draussen lassen zu können und nicht im 2-Stunden-Takt zu wechseln.
Es gibt 3 Hundezimmer (die Jungspunde, die Behinderten und die Älteren), die jeweils für 2 Stunden abwechselnd in den Hof dürfen sowie mehr als dringende Reparaturen am Dach.
Alleine für die Abtrennungen müssen nach einem Kostenvoranschlag 800€ bezahlt werden.
Wir würden uns für diese tollen Menschen, die wirklich ihr Leben für die Tiere geben freuen, wenn wir weiter und umfangreicher helfen dürften!
Ein liebes DANKESCHÖN auch an Saadet für die Übersetzungen,
Sefa und Günay für die hervorragende med. Leistung,
Claudia ( unserer Türkeibeauftragten vor Ort) für die tatkräftige Unterstützung
sowie Hülya für die tolle Betreuung und Unterstützung.
Herzliche Wuffgrüsse Birgitta |